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Die BeetleFan Spendenaktion - "Eine Chance für die Strassenkinder von Puebla" |
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| 17.04.03 Solidarität ohne Grenzen |
Ein Zeichen gegen die Gleichgültigkeit zu setzen - das war die Idee, von der alles ausging. Inzwischen läuft die Aktion »Eine Stunde für die Zukunft« seit drei Jahren. Nie zuvor in der Geschichte von terre des hommes gab es eine so große Partnerschaft wie die mit dem Konzernbetriebsrat von Volkswagen: Mehr als 3,3 Millionen Euro für Straßenkinder wurden bisher gesammelt, und vielen Kindern konnten neue Chancen für eine bessere Zukunft geboten werden.
Projekte für Straßenkinder in Mexiko, in Brasilien und Südafrika - also an den Produktionsstandorten von Volkswagen - werden mit der Aktion gefördert. Im September trafen sich Vertreter dieser Projekte und andere Experten zu einem Seminar in der mexikanischen Stadt Puebla. Erfahrungen austauschen, neue Ansätze diskutieren, gemeinsam Probleme lösen - darum ging es bei der Tagung. »Wir wollen von einander lernen und unsere gemeinsame Kreativität nutzen, um die Arbeit für sozial ausgegrenzte Kinder weiter zu verbessern«, sagte terre des hommes- Referent Albert Recknagel bei der Eröffnung des Seminars.
Ein Schwerpunktthema des Seminars war die Frage nach geeigneten pädagogischen Konzepten: Wie kann man Straßenkindern, die nie zur Schule gegangen sind, mathematische Grundkenntnisse und logisches Denken vermitteln? Andere Diskussionsforen befassten sich mit Strategien zur friedlichen Lösung von Konflikten - schließlich gehört Gewalt zum Alltag der meisten Straßenkinder. Auch ganz unterschiedliche Herangehensweisen trafen bei dem Seminar aufeinander: So gibt es auf der einen Seite die Idee von behüteten Zentren, in denen die Straßenkinder leben und lernen können, auf der anderen Seite die »Drop-In-Center« - offene Angebote für Kinder, die weiterhin auf der Straße leben wollen.
Starke Partner
Die Initiative der Mitarbeiter von Volkswagen stellte Mathias Möreke heraus. Der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende von Volkswagen in Braunschweig erinnerte daran, dass tausende von Kolleginnen und Kollegen für die Straßenkinderprojekte gespendet haben. »Wir sind stolz darauf, dass auch die Belegschaften von VWdo Brasil und VWde Mexico sich sehr erfolgreich beteiligt haben.« Besonders wichtig für den Betriebsrat war das Ziel, wirklich sinnvolle Projekte zu fördern: »Wir möchten nicht mit der Gießkanne um die Welt ziehen und Almosen verteilen«, so Mathias Möreke. »Wir wollen nachhaltige Hilfe leisten mit dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe, damit die Kinder in die Lage versetzt werden, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Und diese Hoffnung gibt es nur durch Bildung, Ausbildung, eine Aussicht auf Arbeit und soziale Geborgenheit.«
Ohne einen geeigneten Partner waren diese Ziele nicht zu erreichen: »Uns war schnell klar, dass wir zwar wissen, wie man Autos baut, aber nicht, wie man Kinderprojekte betreut, begleitet und entwickelt«, erinnert sich Möreke. Man machte sich also auf die Suche nach einem starken und kompetenten Kooperationspartner. »Wir haben uns für das Kinderhilfswerk terre des hommes entschieden, weil es sich um eine sehr professionelle und erfahrene Organisation handelt - und weil unsere politischen Zielsetzungen einen hohen Grad an Gemeinsamkeit aufweisen.«
Auf eigenen Füßen stehen
Inzwischen, so stellt Mathias Möreke fest, hat sich eine vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit entwickelt. Dies zeigt insbesondere die Projektarbeit, die mit Hilfe der Aktion »Eine Stunde für die Zukunft« geleistet werden kann. Zum Beispiel im Zentrum von IPODERAC im mexikanischen Puebla. Rund 70 ehemalige Straßenkinder werden hier betreut. Sie lernen Teamfähigkeit und Verantwortung in der gemeinsamen Arbeit in den Gemüsegärten oder der Tischlerei, und durch den Verkauf der Produkte werden sie darauf vorbereitet, bald auf eigenen Füßen stehen zu können. Dies ist nur ein Beispiel für die Projekte, die aus Mitteln der Aktion »Eine Stunde für die Zukunft« gefördert werden. Mathias Möreke hat seine Reise nach Mexiko genutzt, um die Projekte in Puebla zu besuchen. Die Arbeit, die dort unter schwierigen Bedingungen geleistet wird, hat ihn beeindruckt: »Es ist immer gut, selber einmal Projekte kennen zu lernen und in die Augen der Kinder zu sehen«, sagt er. »Das spornt an, mit voller Kraft diese Kampagne weiterzuführen.« |
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